Da staunten die Fans der SV Böblingen nicht schlecht, in der Aufstellung fürs Spitzenspiel am Samstag beim VfL Nagold tauchte überraschend der Name Daniel Fredel auf. Der 27-Jährige, der es während seines Studiums in Köln zum Futsal-Nationalspieler brachte und davor mit der SV Böblingen in die Verbandsliga Württemberg aufgestiegen war, hatte sich nach seiner Rückkehr und dem Bezug der neuen Wohnung auf dem Sindelfinger Goldberg ein bisschen Zeit gelassen, für welchen Verein er sich nun entscheiden würde. „Das ist mir nicht leicht gefallen“, räumte er ein. Der TV Darmsheim machte sich Hoffnungen, beim GSV Maichingen hätte er neben Sven Hayer als Co-Trainer fungieren können („das hätte mich gereizt“), auch sein Heimatverein SV Böblingen war natürlich eine Option. „Mittrainiert habe ich in den vergangenen drei Wochen bei allen drei Vereinen. Aber den Ausschlag haben schließlich die sportlichen Perspektiven gegeben“, ließ er durchblicken. „Böblingen spielt in der Landesliga vorne mit. Vielleicht wird es noch was mit dem zweiten Platz, an die Meisterschaft braucht man, glaube ich, nach dem 0:1 in Nagold erst mal nicht mehr zu denken.“

Das Spiel beim Tabellenführer war gleichzeitig sein erstes im SVB-Trikot. Am Donnerstag hatte er erst grünes Licht gegeben. „Wir haben das dann sehr schnell hinbekommen“, bedankte sich Trainer Thomas Siegmund bei seinem sportlichen Leiter Oskar Friedrich, der sich umgehend um die Spielberechtigung kümmerte. „Mich freut’s, dass er nach Böblingen zurückgekehrt ist“, so Siegmund.

In den 87 Minuten, in denen Daniel Fredel auf dem Platz stand, deutete er schon mal an, dass er eine wertvolle Verstärkung werden kann. Nach acht Minuten gab er den ersten Torschuss des Spiels ab, zielte aber zu hoch, gefiel mit Übersicht und Ballsicherheit. „Die erste Halbzeit war ganz okay“, so sein Urteil. „Verbessern müssen wir aber vor allem unser Ballbesitzspiel. Da waren wir nach der Pause zu anfällig.“