Regionenliga, Staffel IV: Die Fußballerinnen der SV Böblingen machten es in ihrem zweiten Relegationsspiel gegen den VfR Klosterreichenbach trotz des 4:1-Sieges ganz schön spannend. „Die erste Halbzeit ist einfach nicht so unser Freund“, sagte Spielertrainerin Miriam Schreiber, die erst am Freitagmittag mit dem Flieger aus Singapur angereist kam, sich anschließend „ordentlich ausgeschlafen“ hatte, um dann gerade einmal 24 Stunden später mit der Mannschaft in Klosterreichenbach auf dem Platz zu stehen. Die Gastgeberinnen aus der Bezirksliga Nördlicher Schwarzwald nutzten die Nervosität der Böblingerinnen und gingen in der 32. Minute in Führung. Vorausgegangen war ein Absprachefehler zwischen Miriam Schreiber und Michelle Hurst in der Abwehr. „Ist blöd gelaufen“, so die Spielertrainerin, die aber viel mehr den vergebenen Chancen hinterhertrauerte. Vor allem Hanna Ragg hätte schon im ersten Durchgang für klare Verhältnisse sorgen können.

So musste es eben die zweiten Halbzeit richten. „Ich hab‘ der Mannschaft gesagt, dass sie wieder mehr zu Torabschlüssen kommen und nicht wie so oft versuchen soll, den Ball ins Tor zu tragen“, erklärte Schreiber. Gesagt, getan. Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff zog Jacqueline Marquardt aus gut 20 Metern ab und traf zum vielumjubelten 1:1-Ausgleich. „Dann waren wir richtig gut im Spiel“, so Schreiber, die dennoch bis zur 81. Minute warten musste, ehe das vorentscheidende 2:1 durch die eingewechselte Antonella Lacanea fiel. „Damit war der Bann gebrochen, plötzlich funktionierte alles“, war Schreiber froh. Allerdings bauten die Gastgeberinnen gleichzeitig auch ziemlich ab.

„Die letzten 20 Minuten konnte der Gegner unser Tempo überhaupt nicht mehr mitgehen“, wunderte sich die Spielertrainerin. Das 3:1 vier Minuten vor Schluss durch Antonella Lacanea und das 4:1 in der 89. Minute durch Hanna Ragg unterstrichen die Ambitionen der SV Böblingen, den Gang zurück in die Regionenliga vollends klarmachen zu wollen. Letzte Hürde ist am kommenden Sonntag um 15 Uhr Regionenligist SGM Grafenau/Weil der Stadt, womit es zu einer Neuauflage des Bezirkspokalfinales kommt, das die SVB ebenfalls mit 4:1 gewonnen hat.

Quelle: krzbb.de, Artikel vom 17. Juni 2018 – 19:30