Fußball: 1:2-Niederlage im Finale der Hallenbezirksmeisterschaft gegen Landesligist SpVgg Berneck/Zwerenberg

BÖBLINGEN. Zwei blöde Fehler kosteten die Fußballerinnen der SV Böblingen am Sonntagmittag den Sieg im Finale der Hallenbezirksmeisterschaft. Stattdessen durften sich die Spielerinnen der SpVgg Berneck/Zwerenberg in der Böblinger Murkenbachhalle über Pokal und Wimpel freuen. Nach den zwölf Minuten stand es 2:1 für das Landesliga-Team aus dem Schwarzwald.

In zwei Vierergruppen wurden vor den Augen von Bezirksliga-Staffelleiterin Gabi Walter aus Egenhausen am Vormittag die Halbfinalisten ermittelt. In Gruppe A ließ der spätere Sieger aus Berneck in allen seinen drei Spielen nichts anbrennen, setzte sich sowohl gegen die SV Böblingen II (3:0) als auch gegen die SGM Weil/Schönaich (1:0) und die SGM Öschelbronn/Bondorf (4:0) durch. Ebenfalls ins Halbfinale schaffte es die zweite Mannschaft der SVB, die mit Betreuerin Antonella Monopoli nach der Niederlage gegen Berneck noch zwei 1:0-Siege gegen Öschelbronn und Weil holte. In Gruppe B taten sich die beiden Regionenligisten SV Nufringen und SF Gechingen gegen die SVB I und die SGM Neubulach/Berneck sichtlich schwer und schieden denn auch aus. „Wir haben einfach zu wenig Tore gemacht“, sagte Nufringens Trainerin Michaela Marquardt. Nach einem Treffen am Freitag im Soccerpark waren die Bezirksmeisterschaften erst die zweite Zusammenkunft der Mannschaft unterm Dach. „Wir können bei uns kein Hallentraining machen und haben das daher eher locker gesehen“, so die Trainerin, die ab 28. Januar wieder ins reguläre Training bittet. Mit einem 3:0-Sieg über Gechingen, je einem 1:1 gegen Neubulach und Nufringen kam die SVB I ebenso weiter wie Neubulach, das 1:0 gegen Nufringen gewann und gegen Gechingen 1:1 spielte.

So sahen die Zuschauer zunächst ein reines Schwarzwald-Halbfinale, das die SpVgg Berneck/Zwerenberg mit 1:0 gegen die SGM Neubulach/Berneck für sich entschied, ehe ein reines Böblinger Halbfinale zwischen SVB I und II folgte. „Das hat jetzt Vor- und Nachteile“, überlegte SVB-Urgestein Evelyn Klumpp auf der Tribüne. „Innerhalb des Vereins gegeneinander zu spielen ist immer blöd. Dafür kommt aber auf jeden Fall eine Böblinger Mannschaft weiter.“ Und das ziemlich eindeutig, denn nach Toren von Eva Brdar, Celine Kröger nach tollem Pass von Edita Shamolli, erneut Brdar nach Vorarbeit von Xhylizare Nasufaj und einem brachialen Schuss von Nasufaj zog die SVB I mit 4:0 ins Endspiel ein. Dieses fand auch gleich im Anschluss statt, da auf ein kleines Finale verzichtet wurde. Die Hausherrinnen legten los wie die Feuerwehr, wollten sich vor heimischem Publikum in Abwesenheit von Titelverteidiger VfL Herrenberg die Butter nun nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Und es ging auch gut los. Celine Kröger erzielte bereits in der zweiten Minute die 1:0-Führung. Kurz darauf hätte Eva Brdar nachlegen können, doch die Torhüterin hielt. Die beiden Teams schenkten sich nichts, und entsprechend ging’s zu Sache. Dabei leitete ein Einwurf von Meike Nestele den Ausgleich ein, den Sarah Ungericht nach Doppelpass mit Alicia Roller sehenswert einnetzte. Sieben Minuten waren da noch zu spielen. Böblingen wurde zusehends nervöser, leistete sich den zweiten Bock, als Büsra Ceylan eine zu kurze Rückgabe Richtung Tor losschickte, die Sandra Honigmann zum 2:1 für Berneck/Zwerenberg verwertete. Der SVB lief nun die Zeit davon, es blieb beim Sieg der SpVgg.

Gemeinsames Trainingslager Ende März in Freudenstadt

„Tja, schade. Wir hätten natürlich gerne gewonnen, müssen jetzt aber erstmal unsere zwei Pechvögel aufbauen“, sagte Böblingens Spielertrainerin Miriam Schreiber. Für ihre Mannschaft geht es mit der Mission Aufstieg erst mit dem Rückrundenstart im April weiter, weshalb die Vorbereitung erst Ende Februar beginnt. „Ende März gehen wir dann mit beiden Mannschaften ins Trainingslager nach Freudenstadt, wo wir uns den letzten Feinschliff holen. Wir sind ja auch noch in beiden Pokalwettbewerben vertreten“, haben Miriam Schreiber und die SVB diese Saison noch einiges vor.

Quelle: Artikel vom 13. Januar 2019 – von Sandra Langguth – krzbb.de